Rijeka ist nach Zagreb und Split die drittgrößte Stadt Kroatiens, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und eine der bedeutendsten Wirtschaftsmetropolen an der Küste Dalmatiens. Industrieansiedlungen, Hochhäuser im Stil von Plattenbauten, enge Straßenschluchten und dichter Verkehr bestimmen das Bild der Stadt, die sich in den letzten Jahrzehnten sowohl nach Norden als auch nach Süden nahezu strukturlos ausgedehnt hat. Kein Wunder, das die meisten Urlauber danach trachten, Rijeka auf dem Weg nach Süden möglichst schnell hinter sich zu lassen.
Da es im Zentrum von Rijeka kaum möglich ist, einen Badeurlaub zu verbringen, findet man hier auch keine Tauchschulen, Tauchbasen, Bootsverleiher oder ähnliches. Es gibt in Kroatien eben schönere Hafenanlagen als Rijeka.
Dennoch wird man ihr damit nicht gerecht, bietet die pulsierende Metropole doch einen interessanten Kontrast zu den Kleinstädten und Dörfern an der istrischen und dalmatinischen Küste.
Wer also nicht nur die friedliche Meeridylle sucht, sondern auch die Geschäftigkeit und Betriebsamkeit einer Hafenstadt, wer zum Beispiel gerne das An- und Ablegen von kleinen Booten bis hin zu Ozeanriesen beobachtet, der kommt in Rijeka voll auf seine Kosten.
Rund um den Hafen finden sich mehrere Hotels, die allerdings keinem besonders hohen Standard entsprechen. Die lokalen Ferienwohnungen und Ferienhäuser am Rande von Rijeka allerdings bieten einen der schönsten Ausblicke auf eine Hafenstadt, die man in Kroatien nur selten finden wird.
Zahlreiche kulturelle und wissenschaftliche Institutionen sind in Rijeka beheimatet. Eine Universität, eine Marinehochschule und mehrere Fachschulen, Archive, verschiedene Museen und einige Theater weisen die Stadt nicht nur als Wirtschafts-, sondern auch als Kulturmetropole aus. In der Hafenstadt haben die große kroatische Schiffsgemeinschaft (Jadrolinija) und zahlreiche Speditionsfirmen ihren Sitz.
Von eminenter Bedeutung für das Wirtschaftsleben sind die Werften und eine große Erdölraffinerie. Von Rijeka führt eine Pipeline ins Landesinnere, nach Sisak. Stationiert ist im Hafen auch ein großer Teil der kroatischen Fischfangflotte.
Die meisten Sehenswürdigkeiten von Rijeka befinden sich in der leicht zu überblickenden Innenstadt, die sich zwischen dem Uferkai und dem Park Vladimi-Nazor ausbreitet. Die lange österreichisch-ungarische Herrschaft, vor allem aber der rasante Ausbau der Stadt im 19 Jh. Verliehen Rijeka sein spezifisches Gepräge, das sich von anderen Küstenstädten markant unterscheidet. Nicht in erster Linie die venezianische Baukunst zwischen Gotik und renaissance, sondern österreichischer Barock und Klassizismus, aber auch Historismus und Jugendstil begegnen dem Besucher an den alten Häuserfassaden.
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